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Frankfurter Tafel: Bescheidene Frau mit großem Herz

Hohe Auszeichnung für eine sozial denkende Frau: Die stellvertretende Vorsitzende der Frankfurter Tafel, Edith Kleber, bekam den Bundesverdienstorden.

Ausgezeichnet mit Bundesverdienstkreuz: Edith Kleber mit Orden in Darmstadt.
Foto: Bernd Kammerer
Frankfurt. 

Der eine, Kult-Techno-DJ Sven Väth , ließ sich erst kürzlich hochleben, hatte er doch die Goetheplakette der Stadt Frankfurt erhalten – er tat dies mit „seiner“ Musik und entsprechend laut. Edith Kleber schätzt hingegen die leisen Töne. Die stellvertretende Vorsitzende der Frankfurter Tafel nahm es gestern mit Bescheidenheit hin, dass sie die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik überreicht bekam. Jedenfalls blieb ihr gestern keine Zeit zum Feiern, kein opulentes Mittagsmahl, kein großes Fest ist geplant. Kaum hatte sie gestern im Regierungspräsidium in Darmstadt die Auszeichnung entgegengenommen, stürzte sich Edith Kleber wieder in die Arbeit. Machte sich auf nach Frankfurt, genauer zur Frankfurter Tafel.

Die Tafel verteilt Lebensmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, aber qualitativ noch einwandfrei sind, an Notleidende. Derer gibt es im reichen Frankfurt viele, also hat die engagierte Ehrenamtlerin immer viel zu tun. Genau für diesen schier unermüdlichen und herausragenden Einsatz erhielt Edith Kleber die Auszeichnung von Alexander Böhmer , dem stellvertretenden Regierungspräsidenten, überreicht.

„Ja, ich fühle mich geehrt. Ich hänge das aber alles nicht so hoch“, wehrte Kleber jedes Lob beinahe ab. Um dann einzuräumen: „Für mich ist diese Würdigung meiner Arbeit natürlich wichtig – und ich muss auch eines sagen: Diese nicht alltägliche Anerkennung motiviert mich auch.“

Verdient hat sie sie jedenfalls, die Anerkennung des Bundespräsidenten, für die sie gleich von mehreren Gönnern – unter anderem von der Frankfurter Bundestagsabgeordneten Ulli Nissen (SPD) – vorgeschlagen worden war. Doch war die Politikerin im Ausland unterwegs, konnte also nicht gratulieren. Und auch Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid war nicht vor Ort, sondern absolvierte einen Termin im Odenwald. Für Kleber kein Problem.

Die Geehrte ist schon „sehr lange“ bei der Tafel aktiv, das sei nicht alltäglich, gibt sie immerhin zu. Bereits seit den 80er Jahren ist sie in der katholischen Kirchengemeinde St. Gallus aktiv – unter anderem im Seniorenkreis, den sie seit 1987 leitet. Bei der Tafel ist die 68-Jährige seit 1996 Mitglied.

Einen Grund zum Feiern sieht Kleber trotz der Ehrung nicht. „Seit dem Tod meines Mannes gibt es für mich keinen Grund mehr, zu feiern“, sagt sie. Dennoch erfreut sie sich an bunten Farben, trägt gern bunte Sommerkleider.

Edith Kleber ist bereits hoch dekoriert: Vor sechs Jahren erhielt sie den Ehrenbrief des Landes Hessen. Bei der kleinen Feierstunde in Darmstadt nutzte sie die Gelegenheit und mahnte die Anwesenden, mit offenen Augen durch die Städte und Gemeinden zu gehen. „Nur so sehen und erkennen wir die Not, die herrscht. Und da ist dann jeder gefordert.“ Da kam sie hervor, die engagierte Person, die keine Möglichkeit auslässt, zu helfen und auf ungerechte Umstände aufmerksam zu machen. Zu Recht bezeichnete der stellvertretende Regierungspräsident Alexander Böhmer die Frankfurterin als den „Motor der Tafel“, die „fast schon ein mittelständisches Unternehmen ist“. Und Edith Kleber sei stets darauf bedacht, „die gute Sache zu erweitern“.

(es / QUELLE: FNP Frankfurter Neue Presse vom 25.7.2015)